- Donnerstag, den 19. Mai 2011
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Städtetag der Gehörlosen
- geschrieben von igeski | Kategorie Information
- Dienstag, den 10. Mai 2011
Städtetag der Gehörlosen
- geschrieben von igeski | Kategorie Information
Ziele: Gebärdensprache an Schulen
Bremen (wig). Ein Gang durch die Stadt mit Transparenten, dann am Treffpunkt Marktplatz mehrere Stände mit Informationsmaterial – und um 12 Uhr mittags ein Besuch von Bürgermeister Jens Böhrnsen. Das gehörte gestern zum Städtetag des Netzwerks der Gehörlosen-Stadtverbände in der Hansestadt. Der sozialdemokratische Regierungschef wurde mit viel Applaus empfangen. Er wünschte den Teilnehmern „große Aufmerksamkeit“ für diese Aktion in der Stadtmitte.
Die bekamen sie. Die Informationsstände waren zeitweise geradezu umlagert. Unter anderem auf T-Shirts waren Anliegen der Gehörlosen zu lesen: Fernsehen ohne Untertitel sei wie Fernsehen ohne Ton. Oder: „100 Prozent Untertitel, 100 Prozent verstehen.“ Zudem wurden Handzettel mit den wichtigsten Themen verteilt, die die Gehörlosen beschäftigen. Sie fordern demnach nicht nur durchweg Untertitel in Fernsehen, Internet oder Kino, sondern unter anderem auch den „selbstverständlichen Einsatz von Gebärdensprach-Dolmetschern bei Veranstaltungen aller Art“. Dies diene der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben – von der Kultur bis zur Politik. Auf der Wunschliste der Gehörlosen stehen auch „visuelle Informationen“ überall in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Behörden. Zudem müsse die Gebärdensprache den Rang eines „gleichberechtigten Angebots“ in der Schulen bekommen.
Quelle: Weser-Kurier am Sonntag, 8. Mai 2011
Radio Bremen
Video: http://www.radiobremen.de/mediathek/index.html?id=047774
Text des Films:
Protest mit weißen Handschuhen – Die Bremer Gehörlosen trafen sich heute auf dem Marktplatz, um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen. Da Gehörlosigkeit eine Behinderung ist, die keiner sehen kann, fühlen sie sich oft ausgeschlossen. Um mehr an der Gesellschaft teilnehmen zu können, fordern sie unter anderem viel mehr Untertitel im Fernsehen und mehr Bildungsmöglichkeiten.
Dolmetscher spricht: “.denn Bildung bedeutet für uns eben, dass man auch in die Volkshochschulen reingehen kann, kulturelle Veranstaltungen mitmachen kann, und da ist immer das Thema Gebärdensprachdolmetscher, die wir noch nicht haben”.
In Bremen leben rund 500 gehörlose Menschen, gut 80.000 sind es deutschlandweit.


